Reli-Unterricht im Kloster

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Wir, die Klasse 6 dS verbrachten den 20. Mai 2015 im Kloster St.Ottilien. Dabei überraschte uns, dass Mönche auch lustig sind, dass Psalmensingen beruhigend und die Stille Suchen ganz schön und schwer sein kann. Was wir dort alles gemacht und erlebt haben, zeigen und erzählen wir euch hier:

Ein Tag als Gäste in einem Kloster

Am 20.Mai 2015 machte unsere Klasse 6d S einen Ausflug und besuchte das Kloster St. Ottilien bei Landsberg.
Wir kamen um 10 Uhr dort an und wurden schon im Gästehaus von Pater Augustinus erwartet.

Zur Begrüßung machten wir erst einmal ein wildes Wettspiel ähnliche einer Kissenschlacht. Dann durfte jeder eine Postkarte aussuchen und sich damit kurz vorstellen. Auch der Pater erzählte von sich, wir erfuhren, dass er aus Vietnam käme und wie der Tag im Kloster ablaufen würde.

Meditation mit Klangschalen im Liegen

Im Meditationsraum legten wir uns alle auf Decken. Wir lagen auf dem Rücken und entspannten uns. Alles was uns durch den Kopf ging, sollten wir vergessen. P. Augustinus ging leise herum und schlug Klangschalen an. Wir hörten nun die schwingenden Töne neben unserem Ohr. Dann legte er jedem von uns die Schale auf den Bauch und schlug einige Töne an. Es war ein schönes Gefühl, weil es an unserem Bauch gekribbelt hatte. Wir fühlten uns frei. Uns ging es gut. Der Klasse gefiel es sehr gut, weil es entspannend war.

(Philipp und Paul)

 

Mittagsgebet


Aber schon bald rief uns die große Glocke vom Kirchturm zum Mittagsgebet. HIER kannst du sie sehen und hören!

Um 11.50 besuchten wir die Klosterkirche und um 12.00 begann das Mittagsgebet. Die Mönche kamen alle herein und setzten sich auf ihre Plätze im Chorgestühl. Plötzlich begannen sie zu singen. Sie sangen 15 Minuten lang Psalmen. Das klang sehr schön und für uns war es gar nicht langweilig.

Danach durften wir noch die Kirche ansehen und Fotos machen. Wir sahen eine riesige Orgel. Das war cooooool!

Dann hatten wir aber Hunger und gingen zum Essen.

 

Wie wir das fanden?
Christian: gut und interessant
Joel: ich fand es super!

Warum?

Christian: Weil ich gesehen habe, wie man das Mittagsgebet macht.
Joel: Weil ich gut finde, dass Mönche so gut singen können.

Wie so ein Psalmensingen in der Klosterkirche von St. Ottilien klingt, kannst du HIER anhören.

(Joel und Christian)

 

 

Essen und Klosterladen

Zum Essen waren wir in der Klosterwirtschaft und es gab Spätzchen mit Soße, Schnitzel mit Pommes, Kinderschweinebraten, Pommes, Würstchen…

Nach dem Essen sind wir in den Klosterladen gegangen. Dort gab es viele Dinge, z.B. Ketten, Ringe, Bücher, Namensschilder, Postkarten, Kreuze, Meditationsbücher, Klangschalen und Rosenkränze.

Wir beide haben uns zwei Freundschaftsringe gekauft, die wechseln die Farbe je nach Stimmung und Laune!

Der Ausflug hat uns sehr gut gefallen, weil man was Neues kennengelernt hat.

(Laura B. und Laura V.)

 

Gemeinschaftsspiel

Pater Augustinus hatte ein lustiges Gemeinschaftsspiel, das sehr Spaß machte. Und so ging es:

Draußen im Park hatten wir einen kleinen Metallring, an dem viele Schnüre gebunden waren. Jeder Schüler nahm ein oder zwei Fadenenden und spannte diese. So schwebte der Ring in der Mitte und alle standen im Kreis. Einer hatte nun das Kommando und befahl uns, was wir zu tun hatten.

Wir mussten schweigend einen Ball auf dem Ring halten, ohne ihn mit den Händen festzuhalten und von draußen nach drinnen ins Gästehaus transportieren, in den Meditationsraum.

Dabei durfte der Ball nicht herabfallen. Wir gingen durch zwei Türen! In der Mitte des Raumes stand nun eine leere Glasflasche. Wir versuchten, mit Geduld gemeinsam den Ball auf die Öffnung zu legen. Dabei durfte der Ball nicht in die Hand genommen werden, und nicht herabfallen. Das war sehr, sehr schwer. Nach einigen Versuchen schafften wir es gemeinsam.

Das Spiel hat uns sehr geholfen, die Klassengemeinschaft zu verstärken!

(Bianca und Kim)

Film über das Kloster

Nachmittags schauten wir einen Film an: „Willi will‘s wissen – in St. Ottilien“. Darin musste Wille um dreiviertel fünf zum Morgengebet aufstehen. Das war ganz schön früh für ihn. Dann bekam er eine Meditationsstunde. Auch in den Kuhstall wurde er geführt und fütterte mit einem Mönch die Kälbchen.

Als ein Mönch ihm die Klosterbibliothek zeigte, entdeckte Willi eine Geheimtür, die aussah wie ein Buchregal. Er trat ein und kam in einen geheimen Raum.

Der Vorsitzende der Mönche, der Abt zeigte ihm auch, was er in der Kirche trug: eine Mitra und einen Bischofsstab. Willi sagte: „Sie sehen ja aus wie ein Nikolaus.“

Außerdem wollte Willi wissen, was so ein Mönch unter seiner Kutte trägt. Da lachte der Mönche und zeigte es ihm: ganz normale Jeans.

Uns hat der Film gefallen, weil wir viel über das Kloster erfahren haben.

(Raphael und Tobias)

Meditation: Sitzen in der Stille

Pater Augustinus hat mit uns nach dem Film meditiert. Es war schwierig, aber schön. Wir saßen alle im Kreis, jeder auf einem Meditationsbänkchen. Zuerst hat er uns angeleitet, wie wir uns entspannen können. Dabei schlossen wir die Augen. Danach saßen wir völlig still und schweigsam – wir haben sogar 10 Minuten ausgehalten.

In der Meditation kann man sich sehr ausruhen und entspannen. Man fühlt sich frei, geborgen und locker. In der Mitte des Raumes stand eine Kerze, eine Wasserschlüssel und es lagen viele schöne Postkarten auf einem orangen Tuch.

(Janina, Maria und Anna)

Die Klosterfeuerwehr

Im Kloster St. Ottilien gibt es eine eigene Klosterfeuerwehr. Die durften wir auch anschauen. Am meisten hat uns Spaß gemacht, dass wir alle mal im Feuerwehrauto sitzen durften. Sonst war es aber sehr ähnlich wie bei der normalen Feuerwehr.

(Andreas und Fabian)

Die Landwirtschaft

Zuerst waren wir bei einem Feld, das mit Mais besät wurde. Insgesamt besitzt das Kloster St. Ottilien 300 ha Feld und 100 ha Wald.

Anschließend gingen wir zu den ca. 40 Kälbern, die mit einem Selbsttränker mit Milch versorgt wurden. Die waren total süß!

Danach kamen wir zu den großen Maschinen. Zum Abschluss gingen wir in den Kuhstall mit ca. 300 Kühen, das Melkkarussell molk 30 Kühe gleichzeitig. Das war ein toller Tag für die Klasse. 

 

(Paul)

 

Der Klosterfriedhof

Zum Schluss gingen wir noch am Badesee vorbei auf den Friedhof. Es war interessant zu erfahren, dass jeder verstorbene Mönch sein eigenes schön verziertes Eisengrabkreuz hat.
Jedes Motiv am Kreuz zeigt seinen Beruf und seine Arbeit an: Blumen = Gärtner, Brot = Bäcker usw. Die Gräber waren nicht so groß wie normale Sarggräber.

Es hat uns sehr gefallen, weil es ein einmaliges Erlebnis war. So etwas sieht man nur in einem Kloster.

(Carina und Maxi)

Die Heimfahrt

Es war schon vier Uhr nachmittags und wir mussten die Heimfahrt antreten. Zum Schluss fragte uns P. Augustinus noch, ob wir jetzt auch in ein Kloster eintreten wollten. Alle sagten nein, obwohl es uns gut gefallen hatte. Jemand meinte, weil man dort kein Handy und Fernseher haben darf. Das stimmte aber nicht: P. Augustinus zeigte uns sein Smartphone, und einen Gemeinschaftsfernseher hätten sie auch.  Er wollte nun immer noch wissen, warum denn nicht. Lange kam keine Antwort, bis endlich ein Schüler sagte: „Da darf man ja kein Mädchen haben!“ Das sah der Mönch ein und bedankte sich lachend bei uns, dass wir so interessiert und motiviert mitgemacht hatten.
So genossen wir noch eine lustige Heimfahrt und hatten einen - zwar leider verregneten, aber trotzdem - wunderschönen Tag in einer „anderen Welt“ erlebt, an den wir noch lange denken werden.

Übrigens:

Beim Rundgang durch das Klostergelände gefielen uns vor allem die coolen Graffiti, die an vielen Mauern zu sehen sind. Hier ein FILM über die Graffiti in St. Ottilien: Pop-Art an der Klostermauer.

(Herr Klaner)

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