Wir lernen zuhause!

Als vor vielen Wochen am Freitag den 13. März die Schließung der Schulen bekannt wurde, standen wir alle vor einer völlig neuen Aufgabe. Lehrer, Eltern und Kinder fragten sich: Wie soll das gehen?

Inzwischen haben wir uns alle Schritt für Schritt umorganisiert, neue Möglichkeiten ausprobiert und kreative Ideen umgesetzt. Ganz egal, ob mit Arbeitsblättern, Forscheraufträgen, auf Lernplattformen, durch Lernvideos, via Telefon oder Video-Chats, „Dranbleiben“ heißt die Devise.

Da wird Kopfrechnen und Rechtschreiben geübt, Bücher werden gelesen, Geschichten geschrieben oder Informationen zu Sachthemen gesammelt. Dazu kommen Briefe an Geburtstagskinder, tolle kreative Einfälle, Ideen aus dem Internet und Spannendes aus dem Radio.

Und, lernen wir dabei auch genug? Fehlt uns nicht wichtiger Lernstoff für die nächste Klasse? Werden wir Lücken im nächsten Schuljahr überhaupt auffüllen können? Diese und ähnliche Fragen stellen sich viele. Aber ja, wir lernen nicht nur genug, sondern einiges mehr:

Die letzten Wochen haben uns viel Zeit gegeben, Basisaufgaben in Mathematik und den Grundwortschatz sowie wichtige Grammatikregeln umfassend zu üben und zu festigen. Auch die verschiedensten Arten des Freien Schreibens stellen eine wichtige Grundlage für späteren Aufsatzunterricht dar. Und, was wir alle wissen – man kann nie genug lesen….

Darüber hinaus lernen wir aber eine ganze Menge an Dingen, die für das schulische Weiterkommen wesentliche Bedeutung haben:

Sich selbst organisieren, Zeit einteilen, die eigene Arbeit kritisch  betrachten, sich selbständig Ziele setzen, an einer Sache dranbleiben, sich mit Geschwistern einigen, Langeweile aushalten, Neues erfinden und, und, und…

Wir Lehrer haben in den letzten Wochen großartige Leistungen der Kinder und bewundernswertes Engagement von Eltern erlebt. Darauf dürfen wir alle stolz sein!

Katharina Wezel